hcknzs

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Hackathon und Ideenfestival
für neue Protestformen

19.—21. Juli 2024 @ Habitat Augsburg

Findest Du nicht auch, 2024 ist ein gutes Jahr, um einfach mal die Schnauze voll zu haben?

Es ist nicht nur ein Eindruck, dass antidemokratische Kräfte – nicht nur in Deutschland – immer präsenter, immer normaler und ironischerweise auch immer häufiger gewählt werden. Die allmähliche Verschiebung des Sagbaren, die gezielten Tabubrüche, die Normalisierung von Rassismus und Hass, gewalttätiger und terroristischer Rechtsextremismus... all das beunruhigt viele von uns. Es ist auch kaum zu ertragen, wie viele Politiker*innen und Medien versuchen, den spürbaren Rechtsruck zu relativieren, rechtsextreme Gewalt zu verharmlosen.

Und doch haben "wir Demokrat*innen" es nicht geschafft, mehr dagegen zu tun, als vielleicht mal zu einer Demo oder einer Lichterkette zu gehen. Die sogenannten Vernünftigen schweigen sehr laut. Sie wählen, sie kommentieren auf Instagram, sie teilen und liken und sie empören sich performativ. Aber das reicht nicht, wir können und wollen nicht mehr nur Betroffenheit zeigen. Auch – und gerade wenn – es nicht die eigene Haut betrifft. Rechtsextreme Strukturen nutzen sehr geschickt Technologien und digitale Räume. Sie vernetzen sich, verbreiten Fake News und Propaganda, machen Angst, verunsichern und säen Zweifel. Hier muss sich die Demokratie endlich wehrhaft zeigen! "Dagegen” sein ist einfach und passiv. Für eine starke Demokratie einzutreten und aktive Partizipation zu leben und zu fördern, ist das Gebot der Stunde. Es wird höchste Zeit, …

[…] dass man Nazis hindert, das zu tun, was sie eben tun, wenn man sie nicht hindert: die bedrohen und nach Möglichkeit umbringen, die nicht in ihre Zigarettenschachtelwelt passen.

— Wiglaf Droste †

Was also tun?

Wir müssen uns also auf die Suche machen, nach neuen, modernen, kreativen und subversiven Ideen für Demokratie und Menschenrechte, gegen Hass und Hetze. Dabei ist es zunächst egal, ob es sich um eine App, ein Video, eine Website, einen Song, einen Verein oder ein Acrylbild handelt. Jede Idee ist besser als Schockstarre und Ideen mit tatsächlichem Impact sind noch besser.

Im Rahmen des Augsburger Friedensfestes wollen wir vom 19. Bis zum 21. Juli gemeinsam mit mehr als 30 Teilnehmer*innen über ein langes Wochenende in einem partizipativen Festivalformat an diesen Ideen arbeiten: hcknzs ist mehr als ein Hackathon oder eine Konferenz, es ist ein Ideenfestival. Wir müssen Nazis und ihrem scheiß Weltbild das entgegensetzen, was wir am besten können. Kurz gesagt: lasst uns den Rechtsterror "hacken":

Über drei Tage arbeiten dynamische und wechselnde Teams von Coder*innen, Designer*innen, "Digital Natives", Künstler*innen, Maker*innen, Bastler*innen, Aktivist*innen, Politiker*innen u.v.m. gemeinsam an Konzepten, bauen Prototypen und entwickeln aktionistische Konzepte. Das Hackathon-Prinzip heißt: Proof of Concept! Es lebe der kreative Umgang mit Technologie und Fertigkeiten, auch wenn man kein*e Hacker*in ist.

Ein Hacker ist jemand, der versucht einen Weg zu finden, wie man mit einer Kaffeemaschine Toast zubereiten kann

— Wau Holland †

Du hast Lust mitzumachen? Super!

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Themenfelder

Mögliche Ergebnisse:

  • Apps und Webseiten zur politischen Bildung

  • Ideen für Kampagnen und politische Beteiligung

  • Social-Media-Inhalte und -Konzepte

  • Neue Protestformen

  • Musik, Medienkunst, Netzkunst, Aktionskunst, …

  • u.v.m.

Die zu bearbeitenden Themen sind vielfältig:

  • Rassismus und Antisemitismus vorbeugen

  • Antifeminismus und Queerfeindlichkeit entgegenwirken

  • Rechte Netzwerke im Internet

  • Fake News und Verschwörungstheorien

  • Das Zusammenspiel von etablierten Medien und rechtsextremem Framing

  • Rechtsextreme Netzwerke in Polizei, Geheimdiensten und Militär

  • Rechte Unterwanderung von Popkultur

  • u.v.m.

Förderungen

Gefördert vom: Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben!

Die Veröffentlichung stellt keine Meinungsäußerung des BMFSFJ oder des BAFzA dar.
Für inhaltliche Aussagen tragen die Autorinnen und Autoren die Verantwortung.

Gefördert von: Friedensstadt Augsburg